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Auf dem ersten internationalen Workshop
für Architektur, Technologie, Applications und Tools in Lausanne 2003 wurden auch verschiedene Möglichkeiten bezüglich Motion Control vorgeführt. Dabei handelt es sich um eine Form der Fotografie mit einer Bewegungssteuerung. Diese wird in Hollywoodfilmen gerne eingesetzt, um damit verschiedenste Spezialeffekte zu erhalten. Die Bewegungen einer Kamera oder eines Objektes werden mit Hilfe eines Computers analysiert, anschließend wird ein Automatismus programmiert, der es ermöglicht, diese Bewegungen auch bei anderen Aufnahmen genauestens zu wiederholen.
Durch die Nachbearbeitung am PC wird es mit Hilfe von Motion Control ebenfalls möglich, ein Compositing zusammenzustellen. Der gleiche Darsteller kann somit in einem Bild mehrfach auftreten. Dies war vor der Entdeckung der Motion Control Methode schlicht nicht möglich. Erstmals wurde das Verfahren übrigens in Star Wars eingesetzt und zwar in großem Stil. Dadurch wurde dieser Film auch weltweit für seine Spezialeffekte berühmt.
Die Entwicklung der Motion Control Fotografie
Ursprünglich war es so, dass entweder große Modelle für Filme gebaut und bewegt werden mussten oder die Kamera bewegt werden musste. Da aber sowohl die sehr großen Modelle, als auch die Kameras aufgrund ihres Eigengewichts nur schwer zu bewegen waren, war eine solche Möglichkeit kaum gegeben. Einzige Variante war es, sehr viele schnelle Bewegungen zu erzeugen, den Film später zu verlangsamen und so eine Täuschung fürs Auge zu erreichen. Allerdings wurden für diese Technik Hochgeschwindigkeitskameras benötigt, so dass die Herstellung sehr teuer war.
Später jedoch entdeckte John Whitney eine Möglichkeit, die Kamera auf motorisch angetriebenen Modellen fest zu montieren. Die Modelle konnten dann bewegt werden, die Kamera bewegte sich automatisch mit. Whitney entwickelte diese Modelle mit Hilfe von Analogcomputern und Geräten, die ursprünglich zur Steuerung von Flugabwehrgeschützen verwendet wurden. Er versah sie noch mit einem Servomotor, so dass auch Bewegungen von Lichtern und beleuchteten Zielen gesteuert werden konnten.
Noch später jedoch entstand erst Motion Control, indem kleinere Kameras bei dieser Variante eingesetzt und das System umgekehrt wurde. Durch Motion Control konnte die Kamera noch besser bewegt werden, die Bilder waren flüssiger und die Illusion schien echter zu wirken.
Nachteile bei Motion Control
Problematisch war in den
Anfängen der Entwicklung von Motion Control, dass sehr viel Programmierarbeit erforderlich war, um die Bewegungen der Kameras so hinzubekommen, wie man sie haben wollte. Noch in den 1970er Jahren fürchteten sich viele Filmemacher vor diesem Aufwand. Allerdings entwickelten sich in den folgenden 20 Jahren immer einfacher zu bedienende Computer. Dadurch wurde es möglich, dass mit diesen auch Motion Control einfacher umzusetzen war.
Jedoch ist Motion Control heute weniger weit verbreitet, einfach aus dem Grund, dass es sehr starke Entwicklungen im Bereich der Computer Generates Imagery gab. Diese wiederum sorgten dafür, dass immer mehr diese so genannte CGI Technik genutzt wurde, Motion Control dagegen weiter verdrängt wurde. Grund dafür sind insbesondere die Kosten. Bei Motion Control müssen Modelle gebaut, Szenen gefilmt und nachbearbeitet werden. Die CGI Technik hingegen kann sehr viele Szenen sofort am Computer bearbeiten. Durch diese einfachere und effizientere Bearbeitung sind natürlich massive Kostenvorteile möglich und diese sind gerade bei Filmen sehr wichtig. Das Budget ist oft begrenzt, so dass für Motion Control zu wenig Geld zur Verfügung steht.
Fotos 1,2: ©Klicker/©Cornerstone – www.pixelio.de