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Plastikkarten ist eigentlich ein Sammelbegriff für
alle Karten, die aus Plastik bestehen. Es kommt meist PVC für die Herstellung dieser Plastikkarten zum Einsatz, die aus unserem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken sind. Hierbei handelt es sich um die verschiedensten Karten, die zur Identifizierung verwendet werden. Sie werden meist im ID1-Format angefertigt. Plastikkarten können dabei mit Magnetstreifen, Mikroprozessoren, also kleinen Chips, mit einem Speicher und vielem mehr ausgestattet sein.
Bedruckt werden die Plastikkarten mit speziellen Plastikkartendruckern. Sie können eine mehrfarbige Bedruckung erzielen und auch eine Beschichtung aufbringen, die ähnlich einer Laminierung wirkt. Diese Schutzschicht soll vor allem dazu beitragen, dass sich die Plastikkarten nicht so schnell abnutzen. Üblicherweise sind die Plastikkarten 96 x 54 Millimeter groß und erreichen eine Dicke zwischen 0,3 und 1,5 Millimetern.
Ebenfalls enthalten Plastikkarten oft noch typische Merkmale, die vor einer Fälschung schützen können. Hierzu zählen Hochprägungen, wie wir sie von der Kreditkarte kennen, Wasserzeichen und Hologramme, aber auch Rubbelfelder.
Anwendungsgebiete der Plastikkarten
Plastikkarten begegnen uns in unserem Leben in großer Auswahl. Wer seine Geldbörse einmal öffnet, wird ein ganzes Sammelsurium an Plastikkarten finden. Die EC-Karte zum Abheben von Bargeld und dem Abruf der Kontoauszüge ist sicher eine der bekanntesten Plastik Karten. Auch Kreditkarten zählen dazu. Der bargeldlose Zahlungsverkehr gewinnt zunehmend an Bedeutung und so wird wohl kaum jemand ohne diese Plastikkarten auskommen können.
Weiterhin werden Plastikkarten als Telefonkarten verwendet, sowie als Ausweiskarten und Dienst-, sowie Mitgliedsausweise. Zunehmend gehen auch Bibliotheken beispielsweise den Weg zur Plastikkarte, da diese einfach nicht so schnell beschädigt wird, wie ein papierner Ausweis. Der Nachteil: Die Plastikkarten sind aufwändiger in der Herstellung, so dass viele Bibliotheken mittlerweile schon eine Jahresgebühr verlangen müssen.
Die Karte von der Krankenversicherung, die bei jedem Arztbesuch vorgelegt werden muss, zählt ebenfalls in den Bereich der Plastikkarten und auch Brillenpässe, die vom Optiker ausgegeben werden, werden immer häufiger in Form einer Plastikkarte vergeben. Verschiedenste Kundenkarten und Rabattkarten, sowie Treuekarten vom Supermarkt sind genauso zu den Plastikkarten zu zählen. Selbst der neue EU-Führerschein ist kein einfaches Papp-Heftchen mehr, sondern tritt als Plastikkarte auf. Dies ist auch sinnvoll, bedenkt man einmal, wie lange man diesen Führerschein mit sich herumträgt.
Plastikkarten für die Sicherheit und in Unternehmen
In Unternehmen werden Plastikkarten ebenfalls immer
häufiger genutzt. Sie dienen beispielsweise der einfacheren Zeiterfassung. Durch das „Stempeln“ mit Plastikkarten werden die Daten für Antritt und Ende der Arbeitszeit direkt an die Zeiterfassungssysteme im PC weiter geleitet. Ein aufwändiges Erfassen der Arbeitszeiten, wie es noch vor 20 Jahren die Regel war, ist somit nicht mehr notwendig.
Plastikkarten können im Unternehmen auch als Zutrittskontrolle dienen. Gerade einzelne Unternehmensbereiche, die nur von autorisierten Mitarbeitern betreten werden dürfen, lassen sich mittels Plastikkarten-Zutrittskontrolle sinnvoll abschirmen. Zudem kann so jederzeit nachvollzogen werden, welcher Mitarbeiter wann in dem betreffenden Raum war, sollten einmal Unstimmigkeiten auftreten. Dies gilt insbesondere bei Verdacht auf Diebstahl oder wenn im Labor gefährliche Stoffe freigesetzt wurden.
Die Plastikkarten stehen fast immer in Verbindung mit Computern jedweder Art, so dass sie sich erst verbreiten konnten, als entsprechende Softwareprogramme von Experten programmiert werden konnten. Sie erleichtern die Arbeit und verschaffen mehr Sicherheit. Allerdings machen sie den Bürger oft genug auch gläsern.
Fotos 1,2: ©Andreas Morlok/©Alexander Klaus – www.pixelio.de